Brand im Pharmapark

Am Donnerstagnachmittag gegen 15:40 Uhr fragte sich sicherlich der ein oder andere Bürger was denn der Grund für die vielen Sirenen ist. Die Antwort ist ein Brand im Impfstoffwerk Dessau-Tornau (IDT).

Am Nachmittag löste die Brandmeldeanlage (BMA) eines mehrstöckigen Gebäudes aus. Nach Alarm- und Ausrückeordnung werden in diesem Fall die Feuerwehren Rodleben, Roßlau sowie die Berufsfeuerwehr alarmiert. Anders als bei vorangegangenen Alarmierungen, handelte es sich diesmal jedoch nicht um einen Fehlalarm sondern um einen Ernstfall.

+++

Eine Brandmeldeanlage wertet verschiedene Brandmelder eines Objektes aus und löst den Hausalarm (Evakuierungsalarm) aus und leitet den Alarm an die entsprechende Leitstelle weiter. Ziel ist die schnelle Räumung des Objektes, Alarmierung der Feuerwehr und weiterer Kräfte, Ansteuern von Brandschutztechnischen Anlagen, schließen der Feuerschutztüren, öffnen von Rauchabzugseinrichtungen, Auslösung von Objektlöschanlagen. Weiterhin hilft Sie den Brand bzw. den ausgelösten Melder im Objekt schnell zu lokalisieren und damit ein schnelles handeln der Feuerwehr zu ermöglichen.

+++

Am Donnerstag wurde bereits nach der Alarmierung klar, es handelt sich nicht um einen Fehlalarm. Zunächst erhielten wir die Information das es sich um einen brennenden Trafo handelt. Nach eintreffen unserer Kräfte und erster Lageerkundung konnte der Brandraum dank der BMA schnell lokalisiert werden. Unser Angriffstrupp übernahm den Erstangriff unter Atemschutz mit mehreren CO2 Löschern sowie einem C-Rohr.

Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einen Trafo sondern um Akkumulatoren der Notbeleuchtung handelte. Nachdem der Brand unter Kontrolle war, kontrollierten wir die Brandstelle mehrmals mit einer Wärmebildkamera.

Da im laufe des Einsatzes noch 7 Mitarbeiter vermisst wurden, wurde durch den Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr die Freiwilligen Feuerwehren Meinsdorf, Mühlstedt, Waldersee und Süd nachalarmiert. Ein Trupp der Berufsfeuerwehr suchte das gesamte Gebäude nach Personen ab. Es konnten im betroffenen Gebäude keine Personen gefunden werden. Im weiteren Einsatzverlauf wurde auch das Nachbargebäude kontrolliert und die vermissten Personen, aus einem Aufenthaltsraum, ins freie gebracht werden.

 

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 50.000 €, welche Schadenssumme aufgrund des Ausfalls der Anlage anfallen konnte nur grob geschätzt werden und wurde mit ca. 1.000.000 € angegeben.

 

Insgesamt waren 6 Freiwillige Feuerwehren und die Berufsfeuerwehr im Einsatz.

 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.